Sei es aus Gewohnheit, aus Neugier oder schlicht, weil der Zugang nur einen Klick entfernt ist: Für viele gehört der Blick ins Depot inzwischen fast genauso zum Alltag wie das Öffnen der Wetter-App. Was harmlos wirkt, hat aber seinen Preis: Wer ständig auf die Wertentwicklung im Depot schaut, nimmt die Kursschwankungen auch deutlich intensiver wahr und trifft dann eher emotionale statt wohlüberlegter Entscheidungen. Wie dieser Mechanismus im Detail funktioniert und was er für die eigene Geldanlage bedeutet, schauen wir uns im Folgenden einmal etwas genauer an.
Wie die Verlustaversion Anleger fehlleiten kann
Ein Fondssparplan gilt nicht nur als eine unkomplizierte, sondern auch als eine „entspannte“ Form der Geldanlage. Auch bei der ascent AG empfehlen wir den Sparplan deshalb gerne, denn einmal eingerichtet, läuft er quasi von selbst. Trotzdem schauen viele Anleger täglich oder sogar noch häufiger ins Depot. Dabei zeigt sich: Genau dieses häufige Nachsehen kann der eigenen Rendite mehr schaden, als es nützt.
Warum die zu häufige Kontrolle so schädlich ist
Verhaltensökonomen verbinden Erkenntnisse aus Psychologie und Wirtschaftswissenschaft, um das Verhalten von Menschen in wirtschaftlichen Kontexten zu erforschen. Besonders interessiert sind sie dabei an der Frage, wovon sich Anleger, Sparer und Co. beeinflussen und zu irrationalen Entscheidungen verleiten lassen. Im Zuge dieser wissenschaftlichen Studien haben Forschende herausgefunden, dass Verluste gegenüber Gewinnen gleicher Höhe etwa doppelt so intensiv wahrgenommen werden. Die negativen Gefühle bei einem Kursrückgang von 100 Euro entsprechen also von der emotionalen Bedeutung her den positiven Empfindungen bei einem Gewinn von 200 Euro.
Wer das Depot (zu) häufig öffnet, wird immer wieder mit diesem Ungleichgewicht konfrontiert: Selbst wenn die Kursschwankungen theoretisch betrachtet vollkommen ausgeglichen wären und genauso häufig sowie stark nach oben wie nach unten ausfallen würden, würde der Betrachter die Verluste stets doppelt so stark empfinden. Und sich durch diese Emotionen gegebenenfalls zu Fehlentscheidungen verleiten lassen – wie beispielsweise Aktien bei einem Tiefstand zu verkaufen und die Verluste zu realisieren, obwohl sich die Kurse vielleicht in kürzester Zeit wieder erholt hätten.
Der häufige Depotcheck verleitet zum Handeln
Wer ständig in sein Depot schaut, wird auch deutlich häufiger als entspanntere Anleger mit Handelsgelegenheiten konfrontiert. Hier eine Kaufempfehlung, dort eine Nachricht zu einem Börsennewcomer oder -überflieger: All dies kann dazu verleiten, zu handeln, obwohl eigentlich kein Anlass dazu besteht. Jeder zusätzliche Kauf oder Verkauf bringt am Ende aber vor allem eins: zusätzliche Kosten, die sich mit der Zeit summieren und so die Rendite schmälern. Nicht umsonst lautet eine bekannte Börsenweisheit „Hin und her macht Taschen leer“. Deshalb sind wir bei der ascent AG ein Anhänger der „ruhigen Hand“ beim Investieren. Wer nicht ständig hinschaut, handelt nicht so schnell aus einem Impuls heraus – und genau das schützt am Ende die eigenen Gewinne. Denn seltenes Handeln spart nicht nur Gebühren, gerade bei Aktienfonds stabilisiert sich mit der Haltedauer auch die Rendite.
Mit unseren ascent AG-Beratern eine langfristige Anlagestrategie entwickeln
Bei einer Finanzberatung durch unsere ascent AG-Geschäftspartner geht es in der Regel darum, eine Anlagestrategie zu finden, die auf lange Sicht Renditechancen nutzt und nicht auf laufendem Trading basiert. Das bedeutet: Sie kaufen Fondsanteile – entweder in Form einer Einmalanlage oder über einen Sparplan – und behalten diese über fünf, zehn, fünfzehn Jahre oder mehr. Diese langfristig ausgerichtete Investmentstrategie hat sich unseren Erfahrungen zufolge für die meisten Anleger als am sinnvollsten und zielführendsten erwiesen. Bei einem derartigen Anlagekonzept reicht es für gewöhnlich, das Depot einmal im Jahr zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, falls sich bei den Prioritäten etwas geändert hat.
Alexandra Friedrich, Organisationsdirektorin und Finanzberaterin der ascent AG, steht Ihnen gerne für eine Beratung zur Verfügung. Für einen Termin können Sie hier eine Online-Anfrage stellen.
Bild KI-generiert mithilfe von Google Gemini